Interregionales Project II
Von der Europäischen Gemeinshaft (FESR) mitfinanziert

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Um der Gefahr von Angriffen in nördlicher Richtung, auf das Puster Tal und Eisarch Tal, seitens des neu entstandenen italienischen Staates, entgegenzutreten, hat das Österreich - Ungarische Reich am Ende des neunzehnte Jahrhunderts eine Anzahl von Festungen im oberen Cadore geplant. Die ersten Festungen wurden zwischen den 1884 und 1892 nordöstlich der Tre Sassi, im Gebiet von Sesto Landro und Prato Piazza gebaut. Erst nachträglich wurde entschloßen den Durchgang des Valparola Paßes durch eine zusätzliche Befestigung, die "Festung Tre Sassi" zu versperren.

Effektiv wurde der Bau erst im Sommer 1898 begonnen.
Die Festung war mit zwei, nach Süden gerichteten 80mm-Berggeschützen ausgerüstet.
Zwei Festungsgeschütze von 60 mm waren dagegen auf den Falzarego Paß gerichtet. Eine gepanzerte Drehkuppel diente während der Kämpfe als Beobachtungs- und Zielanpeilungstellung.


 

 

Die Fenster waren mit Gittern ausgerüstet und konnten mittels schwerer, eiserner Fensterläden geschlossen werden.
Die Räume wurden mit gußeisernen Öfen beheizt und mit Petroliumlampen beleuchtet. Um den Bedarf an Wasser zu decken, sammelte man einerseits das Regnenwasser vom Dach und andererseits pumpte man das Wasser von Val Parola See hinauf.
Im Kellergeschoß gab es eine kleine Krypta mit drei Nischen.
Die Festung und das dazugehörige "Versorgungslager" konnten inngesamt 100 Soldaten aufnehmen.

Am 15 July 1915 began die Bombardierung der Festung durch die an den Cinque Torri befindliche, italienische Artillerie, durch 210 mm-und kleineren Haubitzen. Schon am ersten Tag verzeichnete man schwerste Schäden, weil die Mauern des veralteten Gebäudes nicht in der Lage waren, den Geschossen Stand zu halten. Gut dreißig Schuß trafen das Ziel, wovon drei das Dach vollkommen zerstörten, wie man noch heute sehen kann.
Die Truppen konnten keinen Widerstand mehr leisten, es gab Tote und Verletzte.
Die Festung wurde sofort aufgegeben.

       
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